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Tänzer (sowie auch Sportler, Akrobaten, etc.) sind es gewohnt hart zu trainieren. Der Unterricht erfolgt nahezu ausschließlich über die möglichst schnelle optische Erfassung von Bewegungsabläufen und deren Nachahmung. Jede Tanztechnik hat ihre eigenen Regeln der Körperformung und der Ge- und Verbote und stellt höchste Ansprüche an den Körper. Um diesen genügen zu können, ist es unabdingbar, den eigenen Körper und den eigenen Weg des Bewegungserfassens und -lernens optimal zu kennen. Die Feldenkrais-Methode eignet sich hervorragend dafür, das Instrument Körper und seine Fähigkeiten so genau wie möglich kennenzulernen und wie man sie nicht durch Anstrengung und Verletzung, sondern mit einem Minimum an Aufwand und dem Maximum an Effizienz, Ökonomie und Leichtigkeit erweitern kann. Wenn es ein Gefühl gibt, wo die Schultern ruhen, wenn die Arme gehoben sind, dann ist es nicht nötig, sie mit Willen und Muskelaufwand zu plazieren, wenn der Brustkorb/das Becken/der Kopf deshalb aufgerichtet sind, weil sie keine Muskeln an eine andere Stelle ziehen und daran hindern, sondern sich das Skelett in sich stützt, dann sind die Muskeln frei für Bewegung. Denn Muskeln sind nicht für die Haltung da, sondern für Bewegung. Wird etwas als anstrengend empfunden, liegt es immer daran, daß Muskelaktivität in mindestens zwei Richtungen gleichzeitig stattfindet, die einander widersprechen – das bedeutet, daß man gegen sich arbeitet. Dies kann bei hohem Krafteinsatz zu Verletzung führen. Die Feldenkrais-Methode bietet die Möglichkeit, sich in Ruhe auf sich selbst konzentrieren zu können und läßt erfahrbar werden, daß vieles später leichter geht, wenn man sich beim Ausprobieren und Lernen von Bewegungsabläufen Zeit nimmt und sich in angenehmen Bereichen aufhält. Wenn Kraft so eingesetzt wird, daß man anstatt gegen sich mit sich arbeitet, können große Leistungen erbracht werden zusammen mit der Förderung und Ausschöpfung des individuellen Potentials und einem gesunden Körper. |